Die Zukunft des ELER

Start der Förderphase und Übergangsverordnung

Innerhalb ihrer Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) fördert die EU die Entwicklung ländlicher Räume mithilfe des ELER. Die neue Förderphase beginnt 2023. In den Jahren 2021 und 2022, also der Zeit zwischen beiden Förderphasen, bildet eine Übergangsverordnung den formalen Rechtsrahmen für die Gemeinsame Agrarpolitik.

Die Übergangsverordnung regelt zudem die Auszahlung der Agrargelder – rund 8 Millarden Euro – aus dem EU-Wiederaufbaupaket Next Generation EU.

Ein einheitlicher Strategieplan für Deutschland

In Deutschland entschied bislang jedes Bundesland in einem eigenen Programm, wie es die ELER-Gelder einsetzt. Für die neue Förderphase 2021-2027 regelt das ein einheitlicher GAP-Strategieplan für ganz Deutschland. Er enthält auch die jeweiligen Ziele und Maßnahmen, die die einzelnen Bundesländer für sich definieren.

Wie viel EU-Geld steckt in der GAP?

Auskunft gibt der Mehrjährige Finanzrahmen, der im Dezember 2020 beschlossen wurde.


Unser Erklärfilm zeigt, wie es mit der EU-Agrarpolitik in Deutschland weitergeht:


Mehr Biodiversität und Nachhaltigkeit

Der "Europäische Green Deal" ist der Fahrplan der EU zu einer nachhaltigen Wirtschaft. Ziel ist es, erster klimaneutraler Kontinent zu werden.

Im Rahmen des "Green Deal" wird die Gemeinsamen Agrarpolitik und damit auch die Förderung durch den ELER-Fonds an Nachhaltigkeits- und Biodiversitätsziele geknüpft. Hierzu hat die EU im Mai 2020 zwei wichtige Strategien auf den Weg gebracht: Die "Biodiversitätsstrategie 2030" und die "Farm-to-Fork-Strategie".

Beide Strategien sind als Gesamtpaket zu sehen, da sie ihre Ziele gegenseitig aufgreifen und weiterentwickeln. Diese Ziele sind aber erst dann verbindlich, wenn sie in den GAP-Strategieplänen der EU-Mitgliedstaaten aufgegriffen werden.

Zur Seite der Europäischen Kommission zum Green Deal

Agrar- und Klimaschutzmaßnahmen (AUKM)

In der neuen Förderphase sind die Mitgliedstaaten dazu verpflichtet, den gleichen prozentuellen Anteil für Agrar- und Klimaschutzmaßnahmen in der zweiten Säule zu verwenden wie bislang. In Deutschland sind das über 30 Prozent. Das Gesamtniveau an Umweltausgaben wird allerdings sinken, denn durch den Brexit steht auch weniger Geld für die zweite Säule (ELER) zur Verfügung.

In der Übergangszeit 2021 und 2022 werden neue Verträge für AUKM mit Laufzeiten von ein bis drei Jahren abgeschlossen. Ausnahmen für längere Verträge gibt es beim Vertragsnaturschutz.

 

Zuletzt aktualisiert: Juni 2021

Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums: Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete.

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