Zweites Vernetzungstreffen

Landwirtschaftliche Biodiversitätsberatung

Online-Austausch am 21. Januar 2022 von 10 bis 12 Uhr

Berufliche Qualifizierung und Weiterbildung von Beratenden

Die Biodiversitätsberatung in der Landwirtschaft leistet einen wichtigen Beitrag zur Erreichung von Biodiversitätszielen in der Agrarlandschaft – diese Ansicht teilten die rund 50 Teilnehmenden des zweiten Vernetzungstreffens. Im Fokus dieses Treffens stand die Nachwuchsförderung und die dafür erforderlichen Qualifizierungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Beratende.

Welche Handlungserfordernisse dafür bestehen, berichtete Johanna Gundlach vom BfN. Mit der Initiative "Entwicklung und Etablierung eines Qualifizierungsstandards für Beratende" stellte sie außerdem vor, wie sich ein bundeseinheitliches Bildungsangebot in Form eines einjährigen, berufsbegleitenden Lehrgangs etablieren ließe. Ziel des Vorhabens ist es, den Nachwuchs für das komplexe Berufsfeld der Biodiversitätsberatung zu fördern und durch einen Qualifizierungsstandard gemeinsame Werte über Landesgrenzen hinaus zu schaffen. Hierdurch kann das Berufsfeld insgesamt gestärkt und gemeinsame Interessen gegenüber Politik und Verwaltung besser vertreten werden.

Das für den Lehrgang notwendige Curriculum sowie Eckpunkte zur Organisation eines solchen Bildungsangebotes stellte Dr. Rainer Oppermann vom Institut für Agrarökologie und Biodiversität (IfAB) vor. Der modulare Aufbau ermöglicht den Zugang von verschieden Seiten – auch für Quereinsteigende. Der geplante Lehrgang bildet die Teilnehmenden in unterschiedlichen Kompetenzbereichen aus, wie beispielsweise der Landschaftsökologie, Grundlagen der Landwirtschaft, Fachrecht, Förderpolitik und Beratungsmethodiken. Bereits vorhandenes Wissen, das beispielsweise im Rahmen einer landwirtschaftlichen oder naturschutzfachlichen Ausbildung oder eines Studiums erlangt wurde, kann angerechnet werden. Neben theoretischen Lehrstunden bilden Exkursionen und Praxistage einen wichtigen Schwerpunkt des Lehrgangs.

Wo und wie der Fortbildungslehrgang perspektivisch ab Herbst 2023 angeboten wird, soll bereits im Frühjahr mit einigen Pilot-Bundesländern konkretisiert werden. Weitere Informationen zum Stand des Vorhabens werden im Rahmen der ELER & Umwelt Tagung der DVS am 16. / 17. März 2022 und des Deutschen Naturschutztages am 1. Juli 2022 vorgestellt.


Kontakt

Susanne Schniete
0228 68 45 26 75
Susanne.Schniete@ble.de

Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums: Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete.

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