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Sonderbericht des Europäischen Rechnungshofs: Nutzen von LEADER nicht nachgewiesen

In einem Sonderbericht kommt der Europäische Rechnungshof zu dem Schluss, dass es kaum Anhaltspunkte dafür gebe, dass der Nutzen des LEADER-Ansatzes die mit ihm verbundenen Kosten und Risiken überwiegt. In Deutschland führt der Bericht Sachsen als Negativ-Beispiel auf: hier finanzieren LEADER-Mittel kommunale Pflichtaufgaben wie Ortsstraßen, Straßenbeleuchtung oder Kitas.

Der Rechnungshof untersuchte an den Beispielen von je zwei Lokalen Aktionsgruppen (LAGs) in zehn Ländern, ob der LEADER-Ansatz im Vergleich zu anderen Ausgabenprogrammen der EU einen Nutzen erbrachte, der die mit ihm verbundenen zusätzlichen Kosten und Risiken rechtfertigt.

Die Prüfer kommen zu dem Schluss, dass LEADER das lokale Engagement fördere und dass es in einigen Bereichen zu Verbesserungen gekommen sei.

Der Rechnungshof räumt jedoch ein, dass dieser Ansatz nicht zu Projekten mit einem belegbaren Zusatznutzen führe.

Zu den Kritikpunkten gehören unter anderem lange Bewilligungsverfahren und mangelhafte Teilhabe von Frauen und jungen Menschen in LAGs.

Zum Bericht

Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums: Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete.

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